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Ausgewählte Ausgabe: 11-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Stadtwerk am See modernisiert ERP-System

SOFTWARE | Als einer der ersten Energieversorger Deutschlands ist die Stadtwerk am See GmbH & Co. KG in Friedrichshafen auf SAP S/4Hana migriert. Bei dem herausfordernden Projekt, das unter hohem Zeitdruck stand, waren Improvisationstalent und Pragmatismus gefragt.


Das Stadtwerk am See versorgt mit rund 300 Mitarbeitern über 60 000 Haushalte im Bodenseekreis mit Strom, Erdgas, Wärme und Trinkwasser.

Das Stadtwerk am See versorgt mit rund 300 Mitarbeitern über 60 000 Haushalte im Bodenseekreis mit Strom, Erdgas, Wärme und Trinkwasser.

SAP ist beim Stadtwerk am See eines der zentralen IT-Systeme. Der Energieversorger am Bodensee erledigt damit schon seit langem seine gesamten kaufmännischen Aufgaben wie Einkauf, Finanzbuchhaltung oder Controlling und unterstützt seine logistischen Prozesse in der Materialwirtschaft, im Vertrieb und in der Instandhaltung. Im Laufe der Zeit kam die SAP-Landschaft des Unternehmens aber in die Jahre. „Bisher wurde bewusst wenig unternommen, um das SAP-System auf den aktuellsten Release-Ständen zu halten“, erläutert Martin Rieger, Leiter IT- und Prozessmanagement beim Stadtwerk am See. „Allerdings hat dieser Zustand zu immer mehr Einschränkungen geführt. Irgendwann konnten wir bestimmte Projekte, vor allem im Bereich Finanzen, nicht mehr realisieren, weil wir dazu einen neueren Versionsstand benötigt hätten.“

Modernisierungsziel: Vorteile der neuen Technologie nutzen

Als SAP dem Stadtwerk am See mit SAP S/4Hana die neueste Generation seiner Business Suite vorstellte, waren sich die Verantwortlichen schnell einig: Die SAP-Landschaft im Haus sollte modernisiert werden, um die Vorteile der neuen Technologie nutzen zu können. Die Migration von der vorhandenen SAP-Systemlandschaft mit Release-Stand 6.0 Non-Unicode auf SAP S/4Hana Finance war beschlossene Sache. Die Software für den Finanzbereich war die erste Lösung, die SAP im Rahmen von S/4Hana auf den Markt brachte, und die einzige, die bereits zur Verfügung stand, als sich das Stadtwerk am See für den Umstieg entschied.
Zu den Features von SAP S4/Hana, von denen sich die Verantwortlichen in Friedrichshafen besonders viel versprachen, zählt unter anderem die Integrierte Businessplanung. In seinen Planungsprozessen, beispielsweise bei der Erstellung des jährlichen Wirtschaftsplans, setzte das Stadtwerk in der Vergangenheit zahlreiche Excel-Tabellen zur Abstimmung und Verdichtung der Planwerte ein, die mühsam ins SAP-System eingepflegt werden mussten. Damit sollte künftig Schluss sein. „Wir möchten SAP zum zentralen Planungssystem im kaufmännischen Umfeld machen, damit wir unsere Planungsprozesse dynamischer und schneller durchführen können“, sagt Rieger. Weitere wichtige Ziele der Migration waren die Optimierung des Monats- und Jahresabschluss-Reportings sowie der Einsatz der neuen Benutzeroberfläche SAP Fiori.

Migration in zwei großen Schritten durchgeführt

Unterstützung für das Migrationsprojekt holte sich das Stadtwerk am See beim Saarbrücker IT-Dienstleister prego services. „Wir arbeiten schon seit 2009 zusammen und nutzen prego services als unser primäres Systemhaus im SAP-Umfeld. Außerdem konnte das Unternehmen bereits erste SAP-Hana-Projekte vorweisen“, begründet der IT-Leiter die Entscheidung. Gemeinsam führten die Partner das Migrationsprojekt in zwei Hauptschritten durch. Der erste Schritt war der Umstieg von der relationalen Datenbank auf die In-Memory-Datenbank SAP Hana und das Upgrade auf SAP Enhancement Package 7. Dazu musste das System zunächst auf den Unicode-Zeichensatz umgestellt werden, anschließend wurden die ABAP-Programme an die Logik der SAP Hana-Datenbank angepasst.

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